Kruger National und Marloth Park

11./12./13./14./15. Aug. 2015:

so, nun sind wir also auf unserem Sunset-Drive durch den Marloth Park. Außer vielen, von uns noch nie gesehenen, Vögeln und einer tollen Landschaft passiert erst mal nicht viel. Aber bald ist es auch schon so weit und wir bekommen Elefanten zu sehen. Dieses Mal deutlich näher als von der Lodge aus. Lina beherrscht sich tapfer. Als wir dann denken, wir stünden in Münchens Rush Hour, lernen wir schnell, dass es hier wohl etwas zu sehen geben muss. Tatsächlich: Löwen. Wir können diese zwar nur durch das Fernglas erkennen, aber es raubt uns trotzdem den Atem. Die Dinger sind majestätisch und furchteinflößend zugleich – großartig! Auf der Rückfahrt gibt es dann einen „Sunset-STOP“ an einer nicht wirklich romantischen Parkbank. Endlich bekommt Andi Bier, Lina natürlich auch (hätte aber lieber einen kalten, trockenen, südafrikanischen Weißwein – sie wird es überleben). Auf Linas Wunsch hin, gilt es hier aufzuführen, dass sie „ständig abends gefroren hat!“ Andi findet die Temperaturen sehr angenehm.

Heute steht lediglich ein Spaziergang auf eigene Faust auf dem Programm. Der Marloth Park ist wirklich schön. Wir sehen Pumbas, Hippos, Korokodile und Impalas. Ansonsten muss auch einfach mal entspannt werden!

Am nächsten Tag steht wieder Morgensport auf dem Programm und der Wecker auf 5:45Uhr. Wider dem Plan kommen wir nicht zum Sport treiben, da ein Fahrer uns nach Nelspruit zu Dr. Jane Goodalls Schimpansen-Paradies mitnimmt. Die Affen sind aus dieser Nähe wirklich wunderbar. So denken die über uns aber anscheinend nicht, weil wir erst mal mit dem was ein Affe so auf dem Boden findet beworfen werden. Aber vermutlich interpretieren wir das falsch, und dies ist die Art, wie Schimpansen sagen:“Man, Ihr seid so toll!“ Zurück in der Lodge funktionieren weder WLAN noch Elektrizität. Wenn man nicht alles selber macht. Zum Glück kann man ganz old fashioned mit lecker Alkohol in den Pool – the good life!

Da wir 5:45Uhr als ein bisschen spät empfinden, stehen wir heute um 4:45Uhr auf – Game Drive im Kruger National Park (KNP)! Auf der Fahrt zum KNP friert nun auch Andi, und das obwohl er alle langarmigen Oberteile trägt, die er für die Reise eingepackt hat. Schon direkt nach dem Einfahren in den Park (Crocodile Gate) sehen wir in weniger als 10m Entfernung Zebras, Impalas (sieht man immer und überall, weswegen sie im Folgenden nicht mehr aufgeführt werden) und Giraffen. Noch vor dem Frühstück 09:30Uhr sehen wir darüber hinaus Nashörner, Kudus, Büffel, Hippos und Elefanten, um nur die Größten zu nennen. Lina stellt fest, dass sie Fan von Hippos ist. Andi wartet noch auf die großen Katzen. Nach einem leckeren Frühstück, mit einer Unzahl an einer blau-lila Staren-Art, die uns belagern und ebenso hungrig zu sein scheinen wie wir, ist es dann so weit: Leopard! Während Lina total begeistert ist, sieht Andi das Tier erst mal nicht und dreht fast durch:“Wo ist das Ding? Erklär mal genauer, kann nichts sehen!“ Als ob das bei seiner Dioptrin ein Wunder ist. Als auch er ihn schließlich sieht, ist er mega happy. So muss er sich aufgeführt haben, wenn er mal ein wichtiges Tor geschossen hat. Weiter geht es zum Mittagessen. Hier ermahnt uns unser Fahrer, dass wir nicht viel Zeit haben, weil die Tiere zur Mittagszeit im Schatten liegen und ab 14Uhr wieder los gehen. Außerdem wird ab jetzt an keinem Tier mehr gehalten, da uns zu den Big Five (Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe, Leopard; nein Hippo oder Giraffe gehören nicht dazu) noch der Löwe fehlt. Erst mal sehen wir eine Stunde gar nichts. Das ist so beeindruckend, dass sowohl das nette Pärchen Heidi&Stefan aus Erding (die Welt ist riesig) als auch wir beim Schaukeln des 4×4-Gefährtes einschlafen. Doch dann ist es so weit. Alle unsere Erwartungen werden weit übertroffen. Da sind sie. Nicht ein Löwe, sondern 3. Und als ob das nicht genug ist, sind auch gleich noch 6 (!!) Junge dabei. Das raubt dann sogar dem Driver den Atem „you should be really lucky to see nine of them!“ Nun kann es aus unserer Sicht zurück zur Lodge gehen. Aber KNP hält noch einige Überraschungen für uns bereit, als säßen wir im Kino. Innerhalb von 2km sehen wir am Straßenrand Herden von Elefenaten, Giraffen, Büffeln, Hippos. Jeweils einzelne Gruppen und vor unglaublicher Landschaft! Dazu noch einen Baum, der als Schlachtfeld von 2 Alpha-Bonobos (Paviane) missbraucht wird, um herauszufinden, wer denn nun die Damen…na ja, es lesen auch Kinder mit. Begleitet wird dieses Schauspiel von ca. 50 weiteren Bonobos. Nach mehr als 12h sind wir zurück in der Lodge und schlichtweg völlig platt! Nach dem Essen wollen wir noch packen, da es ja morgen früh bereits nach Botswana geht. Das Moskitonetz soll weggepackt werden, da uns die Viecher wirklich in Frieden lassen. Was ist schlimmer als Moskitos? Richtig, Spinnen. Da sie nun, eine große afrikanische Spinne, verfangen im Moskitonetz. Sie stellt sich tot und diese Taktik zieht auch erst mal. Nachdem wir einen Projektplan aufgestellt haben, der fast alle Eventualitäten berücksichtigt, bewegt sich das blöde Ding plötzlich und fängt an, auf dem Bett, Richtung ‚ich verstecke mich und komme heute Nacht wieder raus, um euch zu fressen‘ zu laufen. Andi packt wagemutig den Papierkorb und stößt die Mörderkreatur in ihn und rennt auf den Hof um den Papierkorb dort auf nimmer Wiedersehen zu platzieren. Lina’s Held! Das Moskitonetz bleibt heute Nacht also doch hängen… Und im Nachhinein war diese Spinne vielleicht doch nicht soooooo groß.

Heute schlafen wir aus (Wecker: 5:00Uhr, die Menschen im Busch schlafen einfach nicht viel/lang). Transport zum und vom Flughafen sowie die Flüge in den kleinen Maschinen verlaufen super. Wir wissen, das ist langweilig, sorry. Weiter geht’s dann in Botswana….

Unsere Lodge und traditionelles Barbecue inkl. Würmer

Schimpansen im Jane Goodalls Institute

Viele viele Tiere im Kruger Nationalpark

2 Gedanken zu “Kruger National und Marloth Park

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